60 Jahre DEMO
Erneuerung aus den KommunenDer Durchbruch der DEMO kam, als sie sich auf ihre regionalen Wurzeln besann: Im Jahr 2005 erhielten alle Mitglieder der SGK Rheinland-Pfalz mit der ersten Regionalausgabe die DEMO mit achtseitigem Landesteil: Seither werden sie monatlich mit dem Mantel bundesweit und zugleich landesspezifisch informiert. Dies festigte die Bande zwischen Mitgliedern bzw. Abonnenten und SGK und DEMO, es entstanden neue Kooperationen wie gemeinsame Regionalforen, Wettbewerbe, Messerundgänge u.v.m.
2006 kam der DEMO-Kommunalkongress hinzu, der immer mehr zum Treffpunkt und zur Plattform für intelligente sozialdemokratische Kommunalpolitik wurde. 2009 erschien die DEMO bereits mit neun Regionalausgaben für elf Landes-SGK. DEMO war – in enger Abstimmung mit Bundes- und Landes-SGK und SPD-Bundestagsfraktion – mit einer Auflage von 12 000 bis 20 000 Exemplaren zur mit Abstand größten deutschen Monatszeitschrift für Kommunalpolitik geworden.
Gern kopiert: der DEMO-Kommunalfuchs
Die beim Kommunalkongress 2006 eingeführte Verleihung der „DEMO-Kommunalfüchse für intelligente Kommunalpolitik“ („Beteiligend – effektiv – nachhaltig – sozial – vernetzt“) wurde von immer mehr Landes-SGK’en übernommen, ihre Kriterien wurden geradezu zum Standard. Große Fortschritte folgten in den Jahren 2009/2010: Die DEMO arbeitete eng mit dem neu geschaffenen kommunalpolitischen Ausschuss des Deutschen Bundestags zusammen. Kein Wunder: War doch Ausschussvorsitzender Bernd Scheelen bereits zuvor als Kommunalsprecher der SPD-Bundestagsfraktion oft und gern gelesener Autor und Partner der DEMO gewesen.
Im Vorfeld der Landtagswahl in NRW 2010 gelang es auch endlich, die „NRW-Ausgabe“ zu stemmen, im gleichen Jahr folgte die lang avisierte „Bayern-Ausgabe“, beides jeweils im engen Verbund mit Landes-SPD und -SGK. Für wachsende Verknüpfung zwischen kommunaler Praxis und deren Beschreibung sorgte ein Beirat aus Top-OB, Bürgermeistern und Landräten sowie aus innovativen Groß- und Mittelstädten, Kreisen und Gemeinden, der sich zwei- bis dreimal jährlich mit der Redaktion bespricht. Für verstärkte theoretische Fundierung sorgen drei bis vier „Berater“ aus Kommunalwissenschaft und -verwaltung, die mit ihren Tipps auf aktuelle Trends und Hintergründe hinweisen. Dies kann DEMO auch deshalb umsetzen, weil mit den zusätzlichen Beilagen ab 2010/11 auch ein junger Fachredakteur zum kleinen Team dazustieß.
Kandidaten fit machen und Kommunen strategisch ausrichten
DEMO-Chefredakteur Stefan Grönebaum nutzt seine langjährige kommunale Erfahrungen und Kontakte zunehmend für Beratungen und Schulungen verschiedenster Art: Gemeinsam mit der SGK und den Kommunalakademien von SGK und SPD arbeitet er daran, Kandidaten fit zu machen für Direktwahlen in der Mediengesellschaft, Kommunen für strategische Kommunalpolitik und kommunale Unternehmen für Wettbewerb auf Augenhöhe mit Privaten.
Bei alledem hilft der Rückenwind aus der Partei: Seit den Niederlagen, die die SPD in den Jahren 1999/2009 kassierte, hat die Partei gelernt und zweierlei verstanden: einmal, dass sie künftig einen sozial-integrativen Kurs fahren muss, der die Gerechtigkeitsvorstellungen und Schutzwünsche der Menschen ebenso ernst nimmt wie wirtschaftlichen Erfolg und ökologische Verträglichkeit. Und zweitens, dass auf dem Weg zu sozial gerechterer Politik mit echter individueller Förderung und Qualifizierung, kostenfreier Bildung für alle, mit hochwertigen steuerfinanzierten Sozialleistungen, der ökologischen Modernisierung der Volkswirtschaft inklusive Energiewende bereits heute die Kommunen die Vorreiter sind und sein müssen. Hier liegt das Potenzial für die SPD, hier setzen SPD und SGK sowie DEMO auf allen Ebenen systematisch an.
Jeder OB, Bürgermeister, Landrat oder andere erfolgreiche, intelligente und sympathische Kommunalpolitiker ist ein besseres Argument, SPD zu wählen, als alle Sonntagsreden und Plakate. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“: Dieses Kästner-Wort wird von SPD und SGK beherzigt, die Kommunen liefern die Beispiele und die DEMO ist ihr Best-Practice-Organ. So konnte sie mit Partnern und Freunden zu dem großen Erfolg der SPD bei der Bundestagswahl 2013 beitragen.
Stefan Grönebaum ist Chefredakteur der DEMO