Energieeinsparung schützt die Umwelt und senkt mittelfristig die Kosten für die Kommunen
Kilowattstunden arbeitslos machenEin geschätztes Drittel der Straßenbeleuchtung in Deutschland ist mit mehr als 20 Jahren veraltet. Das führt nicht nur zu einem völlig überhöhten Energieaufwand, sondern auch zu inakzeptablen Wartungskosten. Mit moderner Beleuchtungstechnik lassen sich 50 Prozent der Energiekosten sparen – und der Wartungsaufwand auf ein Minimum reduzieren. Die Anfangsinvestition kann allerdings hoch sein, eine Amortisationsrechnung zeigt auf, ab wann sich die Investition lohnt. Das Umweltbundesamt bietet eine Liste der effizientesten Beleuchtungstechniken unter www.uba.de als Download an.
Beim Contracting schließt die Kommune als Besitzer öffentlicher Liegenschaften wie Schulen, Sporthallen, Museen und Verwaltungsgebäuden einen Vertrag mit einem Contractor, der garantiert, Energiekosten und -verbrauch zu senken. Die dafür notwendigen Bau- und Dienstleistungen werden von ihm durchgeführt. Die Amortisation dieser Maßnahmen erfolgt aus den erzielten Einsparungen; der Auftraggeber wird sofort an der Einsparung beteiligt und erhält bei Zielverfehlung eine Ausgleichszahlung. Die Laufzeit des Vertrags ist abhängig von Einsparpotential, den getätigten Investitionen und der Einsparbeteiligung.
Als Alternative zum Contracting können Kommunen ihre Liegenschaften selber sanieren lassen. Zusätzliche Dämmmaßnahmen, Austausch der Fenster, eine neue Heizungsanlage (einer guten Dämmung ist allerdings immer der Vorrang einzuräumen) wie auch die Nutzung erneuerbarer Energien kommt dazu in Frage. Hier gibt es besonders günstige Kredite, die speziell auf den Bedarf von Kommunen zugeschnitten sind; Haushaltssicherungsgemeinden finden besondere Berücksichtigung. Ausführliche Informationen geben die Seite des Bundesbauministeriums (www.bmvbs.de) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (www.kfw.de).
Schwimmbäder zur Energiegewinnung nutzen
Bei kommunalen Schwimmbädern bieten sich Möglichkeiten zur Nutzung regenerativer Energie. In erster Linie kommen hierfür Freibäder in Frage, da sie nur zur warmen Jahreszeit geöffnet haben, zu einer Zeit also, in der die Sonne besonders viel Energie zur Erwärmung des Wassers abgibt. Natürlich sind die Wärmeerträge nicht garantiert, auf eine herkömmliche Heizung zu verzichten erscheint daher wenig sinnvoll.
Nicht alle Maßnahmen sind mit einer Anfangsinvestition verbunden. Beispiel Energiecontrolling: Zähler monatlich abzulesen und die Verbrauchswerte auf Plausibilität hin überprüfen kann bereits die Energiekosten senken. Für einen sinnvollen Vergleich mit anderen Räumlichkeiten sollten dabei sowohl die Größe als auch die Nutzung mit einbezogen werden.
Bei Neuanschaffung elektrischer Geräte sollte auf eine hohe Energieeffizienz geachtet werden. Informationen bietet hier u.a. die Initiative EcoTopTen vom Ökoinstitut (www.eco-topten.de). Soweit möglich sollten Energiesparlampen eingesetzt werden. Sinnvoll könnten auch die Erstellung eines Beleuchtungskonzepts und die Installation von Funksensoren sein.
Gerd Bollmann, MdB, ist Mitglied des Fraktionsvorstands der SPD-Bundestagsfraktion und dort stellvertretender Sprecher der AG Umwelt und Mitglied der AG Energie,
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V.i.S.d.P.: Petra Ernstberger, Parl. Geschäftsführerin,
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