Eine spezielle Fortbildungsakademie für Manager kommunaler Betriebe
Lernen im SpannungsfeldSo hat denn der VKU eine Führungsakademie mit Sitz in Mannheim gegründet, die im Auftrag des Verbands von einer Unternehmensberatung organisiert wird. Folle fungiert als Bindeglied zwischen der VKU-Zentrale in Berlin und den Mannheimer Partnern.
Nun existiert bereits ein großes Angebot an Fortbildungsprogrammen für Manager. Warum dann noch eine spezielle Variante für kommunale Unternehmen? Folle: „Es fehlt etwas, was konkret auf die Bedürfnisse dieser Firmen zugeschnitten ist.“ Vieles von dem, was Führungskräften in der privaten Wirtschaft vermittelt werde, sei natürlich identisch mit dem Wissen, das die Kollegen in Kommunalbetrieben benötigen. Doch in den Kursen der VKU-Akademie würden auch die besonderen Werte thematisiert, denen diese Unternehmen verpflichtet seien: Neben solidem Wirtschaften gehe es zudem um Ziele wie „Daseinsvorsorge und Bürgernutzen“.
Nachwuchsrekrutierung aus den eigenen Reihen
Zu diesem Spannungsfeld gehört auch, dass sich Führungskräfte in einem spezifischen personellen Umfeld bewegen: Sie haben mit Kommunalpolitikern als Eignern zu tun, teils überdies mit privaten Co-Besitzern, Bürgerinitiativen melden sich schon mal lautstark zu Wort, und selbstverständlich sind da auch noch die Kunden mit ihren Interessen. Folle: „Mit all diesen Gruppen muss man kommunizieren können.“ Kommunale Unternehmen müssten zudem verstärkt befähigt werden, Manager aus den Reihen des eigenen Nachwuchses zu rekrutieren.
Die ersten Seminare wurden inzwischen veranstaltet, bei denen im Übrigen nur Managementkompetenz und kein Fachwissen etwa im Energie- oder Abfallentsorgungsbereich vermittelt wird. Die Kurse der Akademie sollen in der Regel in kommunalen Unternehmen stattfinden. Folle: „So wollen wir den Teilnehmern einen Praxisbezug bieten.“
Weitere Informationen:
www.fuehrungsakademie.vku.de