Der Technologiestandort Sachsen boomt
Leuchttürme für das LandAttraktive Großstädte sind enorm wichtig für eine nachhaltig erfolgreiche Wirtschaft. In diesem Sinne gibt es glücklicher Weise viel hinzuzufügen über die „drei Großen“ in Sachsen. Dresden, Leipzig und Chemnitz sind aufstrebende Wirtschaftsräume, die in den vergangenen 20 Jahren ungeheure Veränderungen vollzogen haben. Sie sind heute die starken ökonomischen Zentren des Freistaats. Sie liegen an der Spitze der sächsischen Regionen, sowohl bei der Zahl der Industriebetriebe als auch bei den Arbeitsplätzen. Sie sind die Leuchttürme, die in die sächsischen Regionen ausstrahlen.
Traditioneller Erfindergeist trifft Hightech-Entwicklungen
In verschiedenen Studien rangieren die drei sächsischen Städte in puncto Dynamik auf den besten Plätzen. Dresden kann sich zum dritten Mal in Folge als dynamischste Stadt Deutschlands bezeichnen, dicht gefolgt von Leipzig auf dem zweiten Platz. Chemnitz ist laut der Studie der größte Aufsteiger. Leipzig ist immer noch eine erfolgreiche Messestadt und sorgte mit Ansiedlungen wie BMW oder Porsche für Aufsehen. Zahlreiche Zulieferer folgten. Durch ihre geografische Lage bietet die Region Leipzig eine hervorragende Infrastruktur und die besten Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Logistik: Leipzig hat einen Interkontinental-Flughafen, befindet sich im Zentrum von mehreren Autobahnen und Bundesstraßen und ist durch ein ausgebautes Schienennetz sehr gut angebunden. Rund um den Leipziger Flughafen siedelten sich deshalb Unternehmen wie DHL und Amazon an. Das Güterverkehrszentrum Leipzig ist der größte Industrie- und Distributionspark Sachsens.
In Chemnitz trifft traditioneller Erfindergeist auf die Hightech-Entwicklungen des 21. Jahrhunderts. Die Tradition rund um den Automobilbau lebt fort: Zwei Drittel der knapp 760 sächsischen Automobilzulieferer konzentrieren sich in und um Chemnitz. Dank der Technischen Universität und einer Vielzahl von Forschungseinrichtungen entwickelt sich die Stadt immer stärker zu einem führenden Forschungs- und Entwicklungsstandort in Deutschland.
Sächsisches Erfolgsrezept: motiviert und gut ausgebildet
Die Region Dresden gehört ohne Zweifel ebenfalls zu den zukunftsorientierten Wirtschaftsstandorten. Hohe Lebensqualität und gute Investitionsbedingungen haben der Region international einen guten Ruf beschert. Namhafte Unternehmen wie AMD (jetzt GlobalFoundries), Infineon oder VW haben den Weg nach Dresden gefunden. Auch die aktuellen Investorenanfragen und die Ansiedlungen des vergangenen Jahres sind sehr erfreulich. Das strahlt natürlich auch auf das Umland aus, in dem es Zulieferer rund um die erfolgreichen Branchen gibt.
Sächsisches Erfolgsrezept waren und sind motivierte und überdurchschnittlich gut ausgebildete Fachkräfte. Jeder dritte Erwerbstätige hat einen Meisterabschluss oder eine Fachschule, Fachhochschule bzw. Hochschule erfolgreich absolviert. In den alten Ländern ist dies nur jeder fünfte. Im Vergleich aller deutschen Länder – das bestätigt der „Bildungsmonitor 2008“ – ist und bleibt Sachsen zudem die Ingenieurschmiede Deutschlands. Dresden, Chemnitz und Leipzig bieten mit ihren Hochschulen und Forschungsstätten wie den Fraunhofer-Instituten ein großes Potenzial an Fachpersonal und innovativen Forschungsergebnissen, von denen nicht zuletzt sächsische Betriebe profitieren.
Sachsens Städte beherzigen das, was Jean Jaurès im 19. Jahrhundert empfahl: „Tradition pflegen heißt nicht, Asche aufbewahren, sondern sie am Glühen halten.“
Thomas Jurk ist stellvertretender Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit im Freistaat Sachsen
Infos
über Nancy Windisch, persönliche Referentin des Staatsministers: nancy.windisch@smwa-sachsen.de