DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki skizzierte in seinem Eingangsreferat die Chancen einer wohlüberlegten Rekommunalisierung. So könnten beispielsweise die Bürger von kalkulierbaren und bezahlbaren Preisen, guter Qualität und einem Ansprechpartner vor Ort profitieren. Und das zu fairen Bedingungen für die Beschäftigten. Auch die finanziellen Spielräume für Kommunen seien mitunter beachtlich. Aber nicht immer sei der „reine“ Rückkauf ehemals kommunaler, dann privatisierter oder teilprivatisierter Unternehmen sinnvoll. „Es gibt auch viele Mischformen. Jeder Fall muss einzeln angesehen werden“, so Matecki.
Roland Schäfer, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und Bürgermeister von Bergkamen, berichtete von seinen Erfahrungen mit Rekommunalisierungen in seiner Kommune. Ein „Rundum-Sorglos-Paket“ gäbe es schlicht nicht. Es seien unternehmerische Weichenstellungen der Kommune, die sorgfältig abgewogen und vorbereitet werden müssten.
Ein Interview der DEMO mit Roland Schäfer zu diesem Thema lesen Sie hier.
Auch mit einem anderen Gast der Fachtagung hat die DEMO für die Ausgabe 11-12/2011 ein ausführliches Interview geführt: Jens Libbe vom Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) über eine Studie zur Rekommunalisierung des Institutes.
Eine Dokumentation (z. B. Redemanuskripte und Audiobeiträge) der Veranstaltung finden Sie hier.
Weiter Informationen zur Bestandsaufnahme des Difu