Laut einem Kostenvergleich der IW Consult GmbH unter den 100 größten Städten ist Hamburg eine der teuersten Städte bei der Kinderbetreuung. Eine vierköpfige Familie mit 3 430 Euro Netto und einem Achtstundenplatz trägt 70 Prozent der Betreuung. Nun will der schwarz-grüne Senat die Gebühren weiter erhöhen - teilweise bis zu 100 Euro. Resultat: erste Abmeldungen aus den Kitas. Die SPD leugnet laut ihrem "Rathaus-Report 2/2010" den Sparzwang nicht, schlägt aber vor an den z.T. aus dem Ruder gelaufenen Großprojekten (Elbphilharmonie!) zu sparen. Ganz nebenbei und ohne große Kampagne hat sie rd. 42 500 Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt. Für die SPD erleben die Bürger nach jahrelangen Beteuerungen, in die Bildung zu investieren nun das genaue Gegenteil und fühlten sich getäuscht. Der Senat bekommt jetzt die Quittung. Für die familienpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion in der Bürgerschaft sind die Unterschriften "eine Chance für den Senat, die Gebührenerhöhung zurückzunehmen."