Das umstrittene "Kohleheizkraftwerk Ingelheimer Aue" wird nicht gebaut. Nachdem zuvor bereits die Finanzierung gescheitert war, sieht nun die Koalitionsvereinbarung des neuen Ampelbündnisses in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz das Projekt als "beendet" an. Dem Projekt fehle damit der politische Rückhalt, so der Sprecher der Stadt Mainz, Markus Biagioni. In der Vereinbarung von SPD, Grünen und FDP heißt es: "Die Koalitionspartner erwarten, dass die KMW AG keine weiteren Ausgaben für die weitere Planung des Projekts Kohleheizkraftwerk tätigt. Wir erwarten angesichts der nunmehr fehlenden politischen Unterstützung, dass die KMW AG das Projekt Kohlekraftwerk und das damit verbundene Genehmigungsverfahren beendet."
Der kommunale Energieversorger Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW) hatte bereits Ende Oktober erklärt, die Finanzierung der für rund eine Milliarde Euro auf der Ingelheimer Rheininsel geplanten Anlage sei nicht gesichert. Daraufhin hatte die zuständige Behörde ihre Genehmigung für den sofortigen Bau des Kraftwerks zurückgezogen. Der SPD-OB und die SPD-Ratsfraktion der Stadt Mainz hatten den Kraftwerksbau lange unterstützt, gegen den zwischenzeitlich eine Allianz von Grünen und CDU im Stadtrat aufgetreten war. Die Mainzer "Ampel" ist nun das Ende des Projekts - und der schwarz-grünen Träume in der Mainzer CDU.