Gute Nachrichten aus Berlin: Im Gegensatz zu anderen Bundesländern hat Berlin laut Statistikamt Berlin-Brandenburg den Konjunktureinbruch des letzten Jahres besserr als erwartet verkraftet. Während bundesweit die Wirtschaftsleistung um fünf Prozent zurückging, in Baden-Württemberg sogar um 7,4 Prozent, schrumpfte die Wirtschaft in Berlin nur um 0,7 Prozent. Verantwortlich dafür ist nach Angaben der Statistiker die geringe Abhängigkeit der Hauptstadt von Industrie, vor allem von exportorientierter Industrie wie Auto-, Maschinen- oder Anlagenbau. Federführend sind in Berlin eher Pharmaindustrie, Bahnhersteller, der Gesundheitsbereich, Verlage, Tourismus und ganz allgemein Dienstleistungen.
In Berlin-Brandenburg ist zudem die Zahl der Erwerbstätigen trotz Krise leicht gewachsen war, auch hier mehr als in anderen Bundesländern. Zugleich berechnete das Statistikamt aufgrund neuer Daten die Wachstumsraten für die Jahre 2005 bis 2009 neu. Auch hier zeigte sich, dass Berlin hier jeweils besser lag als der Bundesdurchschnitt. Für 2010 rechnen die Ökonomen damit, dass Berlins Wirtschaftsleistung in etwa so stark wächst wie im Bundesdurchschnitt – eventuell bis zu 1,5 Prozent.
Auch die Berliner Landesbank trotzt der Krise
Auch die inzwischen in Besitz der deutschen Sparkassen sich befindende Landesbank Berlin hat 2009 einen Gewinn von 339 Millionen vor Steuern gemacht. Grund dafür ist die finanzielle Schwäche und damit fehlende Konkurrenz der anderen Landesbanken, die aufgrund dubioser internationaler Kapitalgeschäfte in den letzten Jahren auf Milliardenschulden sitzen und nur durch Bürgschaften der Bundesländer am Leben gehalten werden. Auch für 2010 rechnet die LBB wieder mit Gewinn.