Die Ziele der Städte sind ambitioniert. So sollen die Metropolen in Industrieländern den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 im Vergleich zu 1990 um 80 Prozent senken. Da Städte in Entwicklungsländern ihre Emissionen nur langfristig senken könnten, sei diese Marke notwendig, wenn das Ziel, den weltweiten Ausstoß insgesamt um 50 Prozent zu reduzieren, erreicht werden wolle.
Auch die globale Zusammenarbeit der Städte beim Klimaschutz soll vorangetrieben werden. „Die Städte werden aktiv in internationalen Städteverbünden zusammenarbeiten, ihre Städtepartnerschaften zum Wissenstransfer und zur Unterstützung von Städten in Entwicklungsländern nutzen“, heißt es in der „Hamburger Erklärung“, die zum Abschluss der zweitägigen „Hamburg City Climate Conference“ in der Hansestadt unterzeichnet wurde.
Appell an die internationale Gemeinschaft
Klare Forderungen formulierten die Städtevertreter an die internationale Klimakonferenz, die vom 7. bis 18. Dezember in Kopenhagen stattfinden wird. So müsse eine Erwärmung der Erdatmosphäre um mehr als zwei Grad unbedingt verhindert und der Ausstoß klimaschädlicher Gase weltweit bis 2050 um mindestens die Hälfte reduziert werden. „Wir appellieren an die Teilnehmer des Klimagipfels in Kopenhagen, den Gipfel zu einem Erfolg zu führen und gemeinsam Wege zu finden, den Klimawandel aufzuhalten“, sagte Hamburgs Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Anja Hajduk (GAL).
An der Konferenz, die in dieser Form zum ersten Mal stattfand, nahmen rund 290 Teilnehmer aus 40 Nationen teil. Aus Deutschland beteiligten sich neben Hamburg Berlin, Dresden, Frankfurt am Main, Freiburg, Lübeck, München, Nürnberg und Stuttgart. In Städten fallen 75 Prozent der Treibhausgasemissionen an. Gleichzeitig sind sie von den Folgen des Klimawandels aufgrund steigender Meeresspiegel und der Zunahme von Stürmen und anderer Wetterphänomene besonders bedroht.
Weitere Informationen: www.deutsch.city-climate-conference.de