Seit dem heutigen Montag werden in Rheinland-Pfalz 10 000 zufällig ausgesuchte Bürgerinnen und Bürger telefonisch zu ihrer Meinung nach der anstehenden Kommunalreform befragt. Abfragepunkte sind dabei die Erwartung an die Reform und wo die Verwaltung verbessert werden kann. Online kann jeder, nicht nur die Befragten, eine Stellungnahme über die Reform abgeben. Bis Sommer sollen die Ergebnisse vorliegen und in das Gesetzgebungsverfahren mit einfließen.
Gründe der Befragung sind der Frust der Bürger über zu wenig Mitbestimmungsmöglichkeiten und die Alterung der Gesellschaft. Dies sind die Ergebnisse einer ersten Phase der Kommunalreform im November 2008, wo mit Hilfe von Bürgerkongressen und Planungszellen rund 3 000 Rheinland-Pfälzer/innen an der Planung beteiligt wurden.
Geplant ist, dass bis Mitte 2012 allein nicht mehr überlebensfähige Kommunen zu größeren Einheiten fusionieren, eine frühere Fusion belohnt das Land mit finanziellen Anreizen. Aber auch der Abbau von unnötiger (und kostenträchtiger) Bürokratie spielt eine große Rolle. Durch die Fusionen erhofft man sich eine effiziente Verschlankung von Behörden und Ämtern. 15 von 21 CDU-Bürgermeistern, die von einer Fusion betroffen wären, lehnen die Reform ab.