Pendler haben es heute schwer, denn Verdi schickt in mehreren Bundesländern 100000 öffentlich Bedienste in den Streik. Der dritte Streiktag ist damit eine deutliche Steigerung gegenüber der Zahl der Streikenden von 22000 am Mittwoch und 52000 am Donnerstag, teilte ein Verdi-Sprecher mit. In Frankfurt bedeutet das einen Ausfall von U- und Straßenbahnen, nur einige Busse fahren noch. Die Streiks sollen bis Mitternacht andauern in Hessen, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Mit den Warnstreiks protestieren die beteiligten Gewerkschaften Verdi, GEW und der Deutsche Beamtenbund (DBB) dagegen, dass Bund und Kommunen in den letzten zwei Verhandlungsrunden kein Angebot vorgelegt hatten, um die Gehälter der öffentlich Beschäftigten anzuheben. Gefordert werden fünf Prozent mehr in Form von Gehaltserhöhungen, einer Fortführung der Altersteilzeit und Zusagen zur Übernahme von Auszubildenden. Die Arbeitsgeber in Bund und Kommunen lehnen eine solche Forderung kategorisch ab.