Die Deutsche Bahn(DB) darf den britischen Wettbewerber Arriva kaufen, muss aber dessen deutsche Bus- und Bahnsparte weiterverkuafen. Dies entschied die Europäische Kommission in Brüssel, die die Bahn verpflichtete, alle deutschen Arriva-Töchter im Paket zu verkaufen. Die DB will für Arriva 1,8 Milliarden Euro zahlen und eine knappe Milliarde Euro Schulden von der britischen Firma übernehmen.
DB-Vorstandschef Rüdiger Grube erklärte, man habe "kein Interesse am Deutschlandgeschäft von Arriva gehabt" und stimme daher der Paketveräußerung zu. Damit dürfte der Wettbewerb um die Bahn- und Busanteile der deutschen Arriva eröffnet sein. Arriva setzt mit rd. 42 000 Beschäftigten in zwölf europäischen Ländern rd. 3,6 Milliarden Euro um und besitzt in Deutschland neben 830 Bussen und der Güterbahn eine Regionalsparte mit 240 Zügen. Sie ist an z.T. erfolgreichen Kleinbahnen beteiligt wie Metronom, der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft, der Prignitzer Eisenbahn, den Osthannoverschen Eisenbahnen und der Regentalbahn.