Die Bundesregierung solle die Gründung einer Netz AG vorbereiten und sich zu Beginn auch an ihr beteiligen, sagte Kohler der Frankfurter Rundschau. Die Vorteile lägen auf der Hand: Ein einheitliches Netz ermögliche einen schnelleren, effizienteren Ausbau der Stromtrassen im In- und Ausland. Zudem könne es Stromschwankungen besser auffangen, die wegen des Ausbaus der Erneuerbaren Energien zunehmen könnten.
Ein einheitliches Stromtransportnetz wird seit längerem diskutiert, ist jedoch umstritten. Eon, RWE, Vattenfall und EnBW konnten sich bisher nicht auf eine gemeinsame Linie einigen. Sie sind jedoch zum Handeln gezwungen: Die EU-Kommission fordert, den Betrieb der Stromübertragung neu zu regeln. Sie will damit mehr Wettbewerb erreichen. Bisher haben nur Eon und Vattenfall angekündigt, ihre Netze abgeben zu wollen. RWE stellt sich bisher strikt gegen eine Netz AG.