Diesmal sind es die Sozialausgaben, die den Kommunen das Leben schwer machen. Mit steigender Tendenz sind letztes Jahr die Ausgaben auf über 40 Milliarden Euro gestiegen, fast doppelt so groß wie kurz nach der Wiedervereinigung. So wird der Anstieg für 2010 vom Städtetag auf ganze 1,5 Milliarden Euro geschätzt. Gestiegen sind vor allem die Kosten für Unterkunft und Heizung für Langzeitarbeitlose, die Grundsicherung und Pflege für Ältere, die Behinderteneingliederung und Erziehungshilfe für Kinder und Jugendliche. Dazu kommen Ausgaben für die gesetzliche gesicherte Kinderbetreuung für die unter Dreijährigen ab 2013. Bei letztlich genannten behauptet der Städtetag, dass noch Milliardenbeträge fehlen, um die Betreuung zu sichern. Ungehört bleiben ebenso die Hilferufe an Bund und Länder, so der Städtetag, die Leidtragenden werden die Eltern und Kinder sein, wenn der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung wegen fehlender Finanzierung nicht gewährleistet werden könne. Der Städtetag plädiert dafür, dass die Sozialausgaben "gestoppt und umgekehrt" werden müssen, "sonst droht vielen Städten der finanzielle Ruin".