Der neue Hoffnungsträger der Kölner CDU, der ehemalige Berliner Finanzsenator Peter Kurth, ist am letzten Mittwoch auf einer Mitgliederversammlung mit 97 Prozent zum Kandidaten für die OB-Wahl am 30. August gewählt worden. Dabei kam es nicht wegen des Kandidaten selbst, sondern wegen seines Konterfeis zum Eklat. Um den Veranstaltungsort hatte die CDU großflächig Plakate mit Kurths Gesicht aufgehängt. Das sei nicht in (Verwaltungs-)Ordnung, befand der Chef des Ordnungsamts, Robert Kilp (CDU), und ließ die Plakate mit der Begründung entfernen, dass Wahlwerbung, und als die sah er die Plakate an, frühestens sechs Wochen vor der Wahl beginnen dürfe und genehmigt werden müsse. Nun prüft die Stadt Köln, ob sie ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen unerlaubter Wahlwerbung einleiten soll.
Neben diesen Querelen hat Peter Kurth auch gezeigt, dass er noch nicht ganz in der Domstadt angekommen ist. In einem Info-Prospekt wirbt Kuth mit dem Satz: "Hännesje und Handy – für mich kein Widerspruch." In Köln heißt es aber Hännsche.