Es steht gut um die Migrant/innen in Deutschland, so der SVR, der seine Umfrage zum Teil mit Interviews auf Türkisch und Russisch durchgeführt hatte. 80 Prozent der Beteiligten hatten Migrantenhintergrund mit oder ohne deutsche Staatsangehörigkeit, die restlichen 20 Prozent waren Deutsche ohne Migrationshintergrund. Mit den repräsentativen Ungereimtheiten im Hinterkopf zeigt der Bericht ein erstaunlich positives Bild der Integration in Deutschland. Zwei Drittel der Befragten mit Migrantionshintergrund haben Vertrauen in die Deutschen. Fünf Prozent der Einwanderer verspüren jedoch direktes Unbehagen, in Deutschland zu leben. 605 (54 Prozent) der befragten einheimischen Deutschen sagten, sie vertrauen anderen Einheimischen "eher voll und ganz". In einer Sache sind die Migranten und Nichtmigranten sehr einig: Es sind in erster Linie die Migranten, die zusehen müssen, dass sie sich gut und erfolgreich integrieren.
Die Migranten glauben zu 70 Prozent, dass die "Altdeutschen" ernsthaft an einer Eingliederung der Migranten interessiert sind. So findet der SVR die Integration in Deutschland weit besser als ihren Ruf, da unter anderem die Arbeitslosigkeit unter Zuwanderern zwar eineinhalb mal so groß ist wie unter einheimischen Deutschen, aber dies sei weit besser als im europäischen Ausland.