1200 Gläubige finden in dem Prachtbau Platz für ihr Gebet. Bauherr während dreieinhalb Jahren Entstehungszeit war die Ditip, der deutsche Ableger des türkischen Religionsamtes. Verzögerungen gab es währenddessen immer wieder, doch aufgehalten worden ist das Projekt nie. Durch einen Beirat, der frühzeitig eingerichtet wurde, konnte die Kommunikation zu Vertretern der Stadt, aber auch in die Bevölkerung hinein organisiert werden. Auch der Rat der Stadt Duisburg begleitete das Projekt positiv. So blieben Proteste aus. Stattdessen wurden Einladungen ausgesprochen und Führungen organisiert. Die Marxloher Moschee will offen sein für die Bevölkerung – muslimischen oder christlichen Glaubens. Hohe Fensterwände und eine offene Architektur symbolisieren diesen Willen ebenso wie die Bibliothek, in der die Religionen bereits friedlich nebeneinander stehen. Den Koran gibt es dort außer auf Arabisch auch auf Deutsch, Türkisch, Spanisch und Französisch. Außerdem sollen bald Internet-Kameras angebracht werden: Dann kann jeder den Gläubigen beim Gebet zusehen. Weltweit.
Über den Moschee-Bau in Köln und in Duisburg berichtet die DEMO auch im aktuellen Heft.