Die Präsidenten des Bundesverbands der Volks- und Raiffeisenbanken und des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, Uwe Fröhlich und Heinrich Haasis, haben die am Wochenede von hochrangigen Regierungspolitikern erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen, dass die deutschen Finanzinstitute zu wenig Kredite an die Wirtschaft ausgegeben würden. Laut Fröhlich haben die Volks- und Raiffeisenbanken im Mai Kredite in Höhe von knapp 376 Milliarden Euro ausgegeben, zehn Milliarden mehr als im Vorjahr. Für die Sparkassen erklärte Haasis, dass diese in den ersten vier Monaten des Jahres 2009 das Kreditgeschäft mit Unternehmen um mehr als sechs Prozent auf 23,5 Milliarden Euro ausgeweitet hätten. Beide erklärten, dass ihre Finanzinstitute weiterhin ein zuverlässiger Partner für die privaten und mittelständischen Unternehmen vor Ort seien und diese auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiter unterstützen würden.
Auch der Wirtschaftsweise Peter Bofinger kritisierte die Äußerungen der Politiker, indem er die Frage stellte, wie man Bankvorstände zur Rechenschaft ziehen könne, wenn ihnen die Politik vorschreibt, an wen sie Kredite zu vergeben habe.