Das Loveparade-Unglück brachte Duisburg im Juni 2011 bundesweit in die Schlagzeilen. Der Oberbürgermeister der Stadt, Adolf Sauerland (CDU) weigerte sich die Verantwortung für die 21 Toten und Hunderten Verletzten zu übernehmen. Der Stadtrat kann nicht verhindern, dass der direkt gewählte Bürgermeister im Amt bleibt. Die Amtsenthebung ist gescheitert.
Nun soll ein rot-rot-grünes Bündnis Gestaltungsspielräume öffnen. Über eine Kooperation soll „eine verlässliche Ratsmehrheit“ zustandekommen, sagt SPD-Ratsfraktionschef Herbert Mettler im Interview mit der WAZ. Aus der bisher lockeren Vereinbarung der drei Parteien solle „eine feste Verabredung werden“. Die SPD habe Interesse daran, sie zügig festzulegen. Die schriftliche Vereinbarung solle in der ersten Hälfte des Jahres vorliegen, erklärt Mettler.