Der ehemalige Berliner Bau- und Finanzsenator Klaus Riebschläger starb am Mittwoch beim Absturz eines Kleinflugzeugs das er selbst gesteuert hatte. Das Ultraleichtflugzeug stürzte kurze Zeit nach dem Start in ein Waldstück nahe des Flughafens Schönhagen ab und brannte aus.
Der dem rechten Flügel der Berliner SPD zugeordnete Jurist war von 1972 bis 1975 Bausenator und von 1975 bis 1981 Finanzsenator. Von diesem Posten trat er Anfang 1981 wegen der Verwicklung in den Garski-Skandal, bei dem der Berliner Senat mit 115 Millionen Mark eine Bürgschaft für die in Konkurs geratene Firma Bauchtechnik von Dietrich Garski übernahm, zurück. Kurze Zeit war er Fraktionsvorsitzender der SPD, ehe er als Vorstandsmitglied der Wohnungsbaukreditanstalt tätig war und schließlich ab 1990 hauptsächlich als Anwalt arbeitete. Im Jahr 2000 wurde er noch einmal Landesschatzmeister, trat dann aber nach nur einem Jahr wegen heftiger Vorwürfe zurück. Der Parteirechte galt als umtriebig und überaus geschickt, es gelang ihm sogar bei Prozessen beide Parteien zu vertreten, ohne in – wie er selbst sagte – in Rollenkonflikte zu geraten.
Die Berliner SPD zeigte sich bestürzt über den überraschenden Unfalltod Riebschlägers. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit erklärte er habe den plötzlichen Tod von Riebschläger mit tiefer Betroffenheit erfahren. „Als Bau- und Finanzsenator hat sich Klaus Riebschläge große Verdienste um unsere Stadt erworben. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden.“