In Frankfurt am Main warnt der SPD-Vorstand vor einer Sanierung der städtischen Brücken per Öffentlich-Privater-Partnerschaft (ÖPP) mit einem privaten Investor. Man habe mit der Gewährleistung durch private Investoren schlechte Erfahrungen gemacht, so die Stadtverordnete Ursula Busch am Dienstag. Am Montagabend hatte der SPD-Unterbezirksvorstand das Projekt u.a. mit dem Argument abgelehnt, die lange Laufzeit von 30 Jahren bringe viele Unwägbarkeiten mit sich.
Frankfurts Kämmerer Uwe Becker (CDU) drängt dagegen zur Eile: Mit einem Investitionsvolumen von rd. 500 Millionen Euro sollen rd. 170 Objekte saniert werden und das, so Becker, gehe bei Privaten schneller als bei öffentlichen Gewährleistern. Er will einen Ratsbeschluss noch vor der Sommerpause erwirken, mit einer endgültigen Entscheidung sei ohnehin nicht vor Frühjahr 2012 zu rechnen. Die Gesamtkosten von 500 Millionen Euro klängen "bombastisch", so Becker weiter, aber das Projekt relativiere sich, wenn es "in realistischer Dimension" erscheine. Meist Positives wird man wohl auch am 19. Mai 2010 bei der Global Business Week auf der Messe hören: Peter Walter, als früherer Landrat im Kreis Offenbach Impulsgeber für das größte deutsche Schulsanierungsprojekt per PPP, will im Rahmen der Tagung "Entwicklungspartnerschaften der Zukunft" "einen offenen Diskurs über das Entwicklungspotenzial von ÖPP eröffnen."