Herr Beisenherz, die SPD in Castrop-Rauxel hat einen Ruf zu verteidigen.
Castrop-Rauxel ist mit der SPD familienfreundlicher geworden. Wir haben fast alle Grundschulen zu offenen Ganztagsschulen umgewandelt und die U3 Betreuung massiv ausgebaut. Alle altindustriellen Flächen sind nach über 30 Jahren des brachliegens in der Aufbearbeitung und Vermarktung. So entstehen neue Arbeitsplätze.
Diesen Weg, den Weg der sozialen Stadt Castrop-Rauxel, wollen wir weitergehen. Wir wollen dafür sorgen, dass alle Kinder eine warme Mahlzeit in der Schule bekommen und dass das dritte Kindergartenjahr beitragsfrei wird. Für die älteren Menschen wollen wir ein Seniorenkompetenzzentrum einrichten, das Perspektiven für Senioren in allen Stadtteilen entwirft und auf den Weg bringt.

Interessieren sich die Menschen in Castrop bisher schon für den Kommunalwahlkampf - welche Reaktionen gab es zur Kampagne "Fritz, Erna und Kevin"?
Die Menschen interessiert, was in ihrem unmittelbaren Umfeld in den nächsten Jahren passiert. Wird der Bürgersteig saniert und wann? Wir beantworten diese Fragen direkt und unkompliziert. Die SPD ist überall in den Quartieren in Castrop-Rauxel präsent, ob bei Hausbesuchen oder mit SPD-Mobilen.
Die Kampagne spielt dabei eine große Rolle. Wir machen deutlich, dass wir für alle Menschen in Castrop-Rauxel da sind. Die Menschen finden die Idee der Kampagne gut, weil sie einen neuen Akzent im Wahlkampf setzt.
Herr Beisenherz, ein Blick in die Zukunft des Reviers: Was muss in den nächsten zehn Jahren in der Region passieren?
Das Ruhrgebiet wird als Metropolregion immer weiter an Bedeutung gewinnen, wenn es weiter gelingt als Einheit aufzutreten und die finanzielle Basis der Kommunen neu zu ordnen.
Johannes Beisenherz wurde am 20. November 1949 in Castrop-Rauxel geboren, seit 2004 ist er Bürgermeister der Stadt. Am 30. August kandidiert Johannes Beisenherz erneut.
Das Interview führte Michelle Schumann