Der jetzt veröffentlichte Jahresbericht des Verfassungschutzes verzeichnet bundesweit eine starke Zunahme extremistisch motivierter Straftaten. 2008 wurden 31 801 im Gegensatz zu 28 538 im Jahr 2007 gezählt. Zwei Drittel davon gehen auf das Konto von Rechtsextremisten (19 894 – eine Steigerung von 15,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Deren Bereitschaft zu Gewalttaten ist auch gestiegen – um 6,3 Prozent auf 1 042 im Jahr 2008.
Mit zunehmender Besorgnis registriert der Verfassungsschutz auch die Teilnahme aus Deutschland stammender islamistischer Fundamentalisten an Terrorcamps im pakistanischen-afghanischen Grenzgebiet. Dabei rückt der Verfassungsbericht linksgerichtete oder islamische Gewalt in den Fokus, wie Politiker der Grünen und der SPD monieren.
Dass es bundesweit mehr rechte Straftaten gibt, liegt vor allem an den ostdeutschen Bundesländern, gerade Sachsen und Sachsen-Anhalt, während sie in den meisten westdeutschen Ländern leicht zurückging – Ausnahme Hamburg, wo sich die Zahl verdoppelt hat.
Die Vorabfassung des Berichts kann beim Verfassungsschutz heruntergeladen werden.