Deutschlands größte Landesbank, die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW, 13 600 Mitarbeiter), will in den nächsten drei Jahren 2 500 Stellen streichen. Die Stellenstreichung ist Teil des Gesamtkonzepts des neuen LBBW-Chefs Hans-Jörg Vetter, die Bank gesundzuschrumpfen. Weitere Punkte sind die Einstellung des Kapitalmarktgeschäfts ohne Kundenbezug, der Verkauf von Konzerntöchtern und die Straffung der Auslandspräsenz, wodurch die Bilanzsumme von 448 Milliarden Euro um 40 Prozent verringert werden soll. Auch das gewerbliche Immobiliengeschäft soll zurechtgestutzt werden. Geplant ist, die Kosten jährlich um 700 Millionen Euro zu senken, 2013 wird dieser Betrag das erste Mal erreicht.
Für 2009 erwartet die LBBW wegen Einmaleffekten einen deutlichen Verlust, wahrscheinlich in Höhe von 1,8 Milliarden Euro. 2008 betrug der Verlust wegen der Finanzkrise zwei Milliarden Euro. Im Sommer hatten die Bank-Eigentümer Land, Sparkassen und die Stadt Stuttgart das Eigenkapital der Bank um fünf Milliarden Euro aufgestockt, Baden-Württemberg hat zusätzlich Garantien über 12,7 Milliarden Euro abgegeben.