Laut der Zeitung "Welt am Sonntag" erwarten 16 der 20 größten Städte in Deutschland einen Rückgang der Gewerbesteuer, davon allein acht in Nordrhein-Westfalen.So erwartet man in Wuppertal einen Rückgang von 33 Prozent, in Duisburg von 30, in Bochum rund 28, in Düsseldorf 19,5, in Bonn 18 und in Essen und Köln von mehr als sieben Prozent. In Wuppertal ist die Lage sogar so dramatisch, dass der durch eine Koalition von CDU und SPD geführten Stadt, die 1990 noch einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen konnte, ab 2013 die Überschuldung droht und dann ein vom Düsseldorfer Regierungspräsidium bestellter Sparkommissar die Amtsgeschäfte übernimmt. Gleichzeitig hofft die SPD darauf, dass ihr Kandidat Dietmar Bell nach dem 30. August die Amtsgeschäfte übernimmt und die angeschlagene Stadt wieder zu einer SPD-Hochburg macht.
Der kommunalpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Hans-Willi Körfges, sieht nicht nur Wuppertal in Finanzot und fordert einen Notfallplan für die Städte, um den drohenden Finanzkollaps abzuwenden. Ein Problem, dass die CDU-geführte Landesregierung wohl nich als solches sieht, da sie laut Körfgen das Thema Kommunalfinanzen noch nicht auf ihre Agenda gesetzt hat.Demgegenüber stellt die SPD ihren "Stärkungspakt Stadtfinanzen" zur Konsolidierung der kommunalen Haushalte und warnt die Landesregierung, diesen zu ignorieren. "Wenn dieses Konzept von der Regierung jetzt nicht aufgegriffen wird, ist das Arbeitsverweigerung", so Körfges.