Die Hamburger Elbphilharmonie hat laut einem Prüfbericht der Architektenfirma Herzog & de Meuron eklatante Baumängel. Es soll sich unter anderem um Hohlräume in der Betonhülle des Großen Saals, welche wiederum die sensible Akustik stören können. Dazu kommt noch, dass eine Spezialfederung, auf der der Gesamtkomplex mit hauseigenem Hotel und Wohnungen ruht, zum Teil gravierend mangelhaft eingebaut wurde. Der Essener Baukonzern Hochtief habe zwar die Fehler eingeräumt und werde sie kostenlos beheben, sagte ein Sprecher der stadteigenen Realisierungsgesellschaft Rege. Diese Möglichkeit bezweifeln jedoch die Architekten Dazu kommt, dass den Architekten, die gleichzeitig Generalplaner sind, wichtige Dokumente vorenthalten worden. Es dreht sich hier angeblich um einen Protokoll mit den Ergebnissen einer Ultraschalluntersuchung der Betonhülle, die Hochtief für sich behalten haben soll. Ob die Stadt Hamburg als Bauherrin am Ende mit einem Weltklasse-Konzertsaal dastehen wird, wird sich zeigen. Gewiss ist nur, dass der Bau ursprünglich rund 250 Millionen Euro kosten sollte, jetzt aber bei fast 500 Millionen Euro Baukosten angekommen ist – dazu ist die Bauzeit auch länger als geplant.