Der Weg scheint frei für die Ansiedlung des Möbelhauses IKEA in der Fußgängerzone des Hamburger Stadtteils Altona. Das schwedische Möbelhaus wollte erstmals nicht am Stadtrand, sondern in der City bauen. Dafür sollte das sog. Frappant-Haus weichen, ein Betonbau in dem derzeit ca. 130 Künstler Räume gefunden haben. Nun zog der Senat das Genehmigungsverfahren an sich und machte so den Weg frei für das Abriss- und Bauprojekt.
Fast 80 Prozent hatten für Bau des Möbelmarkts gestimmt
Damit entspricht der Senat einem Bürgerbegehren "Pro IKEA", den vorige Woche 77,2 Prozent zugestimmt hatten. Gegner des Projekts hatten ein zweites Begehren angekündigt, das den Bau fraglich gemacht hätte. Nun wollen CDU-, SPD- und GAL-Fraktion in der Altonaer Bezirksversammlung sicherstellen, dass die Ansiedlung "sozial verträglich" erfolgt. Eine soziale Erhaltenssatzung könne dabei helfen, dass "durch die gewünschte Belebung der Bergstrasse kein unzulässiger Verdrängungsdruck auf die Anwohner ausgeht," so CDU-Fraktionschef Uwe Szczesny laut "Hamburger Abendblatt". Die Gegner befürchten dagegen u.a. ein stark erhöhtes Verkehrs- und Lärmaufkommen in der dicht besiedelten Altonaer Wohngegend.
Die grüne Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk erklärte, mit der Senatsentscheidung könne "der deutliche Wille der Altonaer nun auch tatsächlich umgesetzt werden." Die parteilose Kultursenatorin Karin von Welck ist "zuversichtlich, dass die (von der Stadt angebotene) Viktoria Kaserne eine passende Lösung für die Künstler bietet." Die Baugegner bleiben bei ihrem eigenen Begehren, die Stimmen dafür werden noch ausgezählt. Mit der Entscheidung des Senats ist das Ergebnis praktisch bedeutungslos geworden.