Nachdem Neonazis Anfang des Jahres die Rollläden eines Bezirksbüros der Grünen mit rechten Parolen besprüht haben und Fenster einwarfen in einem Lokal, wo linke Gruppen sich treffen, hatten die Grünen eine Resolution gegen rechtsextremistische Anschläge formuliert. Dabei wollte die örtliche SPD aber, dass gleichzeitig die Gewalttaten von Linksextremisten mit verurteilt werden, weil es Brandanschläge auf Luxuskarossen gegeben hatte und das Büro eines Quartiermanagers verwüstet und die Mitarbeiter bedroht wurden.
"Uns war wichtig, dass die Bezirksverordnetenversammlung geschlossen dem Rechts- und Linksextremismus entgegentritt", sagte Fritz Felgentreu Bezirksvorsitzender der SPD, als Erklärung, warum die SPD die Koalition mit Grünen und Linken aufkündigte.
Von seiten der Grünen sagte Bezirksverordneter Bernd Szczepanski: " Wir verurteilen die Gewalt von Linksextremisten, aber man kann Farbbeutelwürfe nicht in einen Topf schmeißen mit der dramatischen Gefahr, die von Neonazis ausgeht."
In Neukölln wird es von jetzt bis zu den Wahlen in eineinhalb Jahren wechselnde Mehrheiten geben.