Als Auslöser sieht die Linke ein Abstimmungsverhalten Weckessers im Dresdner Stadtrat. Dort hatte Weckesser einem Antrag des „rechtsextremen Bündnisses“ zugestimmt, das überwiegend von der NPD dominiert ist. Die rechte Gruppierung hatte in dem Antrag einen Gedenktag für die Opfer des 11. September gefordert. Seine Zustimmung zu diesem Antrag, wertete Weckesser zwei Tage später als „politisch eindeutigen Fehler“. „Gemeinsam mit Nazis“ dürfe es keinen Gedenktag geben.
Weckesser hat sich als Fraktionsmitglied in der Vergangenheit bereits gewagt, die Führungsspitzen seiner Partei zu kritisieren. Dem Fraktionsvorsitzenden Andre Hahn attestierte Weckesser „Krawallpolitik“ statt inhaltlicher Alternativen, in Oskar Lafontaine sah er bereits 2005 einen „Luxus-Linken“. Vor zwei Jahren Jahren verteidigte Weckesser außerdem gegen Lafontaines Intervention den Verkauf der städtischen Wohnungsbaugesellschaft, der die Landeshauptstadt vollkommen entschuldete, aber zum Bruch bei den Linken führte.