Verwahrloste öffentliche Räume mit Drogenhandel, hohe Schulabbrecherquoten, Arbeitslosigkeit, Armutsanteile und Wohnungsleerstand sind einige der Probleme für die Stadtteile Kreuzberg-Nordost, Neukölln, Wedding/Moabit, Spandau-Mitte und Nord-Marzahn/Nord-Hellersdorf. Für sie startet das Land Berlin das Programm "Aktionsräume plus", um dem Viertel der Berliner, das unter diesen problematischen Bedingungen lebt, zu helfen. Die zusätzlichen rd. 20 Millionen Euro stammen zu sechzig Prozent aus Städtebauförderprogrammen des Bundes, zu vierzig Prozent aus dem Berliner Landeshaushalt. Die Aktionsräume ergeben sich aus den Studien des "Monitorings Soziale Stadtentwicklung", das der Senat seit 2008 in Auftrag gegeben hatte. Der beauftragte Stadtsoziologe Prof. Hartmut Häußermann warnte vor wachsenden sozialen Problemen und sich bildenden Unterschichten in den genannten Gebieten,
Nun sollen v.a. Kinder und Jugendliche bessere Bildungschancen erhalten. Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) nannte als mögliches Beispiel die "Stadtteilmütter", die in Neukölln-Nord Migranten beraten. Im Aktionsraum Wedding/Moabit soll das Spandauer Projekt "Lernlotsen" übertragen werden. Außerdem soll dort eine Agentur für Arbeit und Wirtschaft Schulabgänger mit Handwerksbetrieben und Unternehmen zusammen bringen. Die genaue Verwendung ist noch nicht festgelegt, weil die Senatorin die Bezirksbürgermeister und -verwaltungen einbeziehen will. Sie sollen dabei helfen, in den Aktionsräumen die Zuständigen der verschiedenen Projekte und beteiligten Gremien zu vernetzen.
Die Berliner SPD plant im Vorfeld ihres Landesparteitags zum solidarischen Wohnen in Berlin am 26. Juni 2010 sog. Ideenkonferenzen. Die erste zu "Integration und Teilhabe" findet am kommenden Samstag mit Vertretern bürgerschaftlicher Initiativen aus dem Migrantenbereich, Integrationsexperten sowie mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit statt (Anmeldung: anmeldung@hauptstadt-im-gespraech.de)