Jetzt meldet sich die Stadt Quickborn wieder zurück mit einem Partner: die Bank für Investment und Wertpapiere (BIW). Dies geschieht, nachdem die Bankenaufsicht (Bafin) der Stadt das im letzten Jahr angelaufene ungewöhnliche Kreditgeschäft untersagt hatte. Das neue Modell wird aber nicht ganz so lukrativ für Interessenten sein wie letztes Jahr, wo es noch hieß: jetzt mehr als 5 000 Euro auf ein Konto einzahlen und in einem Jahr gibt es das Geld plus drei Prozent Zinsen. Jetzt gibt es nur noch 1,5 Prozent Zinsen bei einer Anlagedauer von zwei Jahren und 2,6 Prozent bei einer von fünf Jahren. Die BIW nimmt auch noch zwölf Euro Kontogebühren pro Jahr. Dazu muss die Stadt 0,15 Prozent der erhaltenen Kreditsumme an die BIW abgeben.
Quickborn will anhand des erhofften Bürgerdarlehens von zwei Millionen Euro in eine Renovierung des örtlichen Gymnasiums und eine Sportshalle investieren. Grund für die Anleihe bei den Bürgern sind Schulden in Höhe von zwölf Millionen Euro. Die Idee war letztes Jahr entstanden, um durch die Verzinsung der Bürgerdarlehen ein Prozent Zinsen zu sparen, da ein Bankdarlehen vier Prozent gekostet hätte. "So können wir die Bürger besser in die Diskussion über Finanzsituation der Stadt einbinden", meint Bürgermeister Thomas Köppel (CDU) über die Fortsetzung von Bürgerdarlehen.