Ulrich Maly (SPD), Oberbürgermeister von Nürnberg, bezeichnete den Koalitionsvertrag von CSU und FDP als "locker verdichtete Seiten". Er kritisierte, dass es kaum konkrete Aussagen zu wichtigen Themen wie Bildung und Betreuung gebe. "Die FDP ist billig ins Bett gekommen und die CSU agiert reichlich fantasielos", so Maly. "Ich habe keine großen Erwartungen an diese Landesregierung."
Franz Maget, Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion und SPD-Spitzenkandidat, bezeichnete das Ergebnis des Landtagswahlen Ende September als schmerzhaft für die SPD. Die Menschen hätten sich zwar von der CSU ab- aber nicht der SPD zugewandt. Mit Horst Seehofer habe die CSU nun den letzten Notnagel hervorgeholt.
Der neuen Landesregierung prophezeite Maget weitere massive Probleme mit der bayerischen Landesbank. "Der Finanzbedarf wird weit höher liegen, als bisher bekannt. Das wird den Landeshaushalt belasten." Es dürfe aber deswegen in gar keinem Fall zu einem Absenken der Investitoionen in kommunale Infrastruktur kommen, forderte Maget. Dies wäre das falsche Signal angesichts der aktuellen Finanzkrise deren Auswirkungen in allen Kommunen spürbar werden würden.
Die Landesversammlung der SGK verabschiedete in diesem Sinne eine Resolution mit dem Titel "Handlungsfähige Kommunen - Starke Partner". Darin wird unter anderem eine Anhebung der KFZ-Steuer sowie der Ausbau der Hochbauförderung gefordert. Auch müsse die Gewerbesteuer erhalten, sowie die Grundsteuer weiter entwickelt werden.
Bei den Vorstandswahlen wurden sowohl der SGK-Vorsitzende Ivo Holzinger, als auch seine Stellvertreter Helga Schmitt-Bussinger (Schwabach), Günther Knoblauch (Mühldorf am Inn), Heinrich Trapp (Dingolfing) und Eva Linsenbreder Kleinrinderfeld) einstimmig im Amt bestätigt.