Dem schwarz-gelben Sparzwang fällt mehr und mehr die Erneuerbare-Energien-Branche zum Opfer. Jetzt hat es mit dem Stopp des Markt-Anreiz-Programms (MAP) die Öko-Wärme-Industrie getroffen. Mit dem MAP wurden bisher vor allem solarthermische Anlagen auf Hausdächern gefördert, die die Heizung unterstützen, und Holzpelletsheizungen. Obwohl der Nutzen sehr groß ist, waren die Kosten klein. Der Stopp des Programms bringt gerade einmal 115 Millionen Euro im Jahr 2010. Für den Finanzminister Peanuts, für die Branche aber ein Umsatzeinbruch von über 80 Prozent, da die Hausbesitzer nicht wissen, ob die Umstellung auf eine umweltfreundliche Heizungsanlage sich finanziell für sie lohnt. Was Schäuble und Konsorten dabei verborgen geblieben sein muss: Die 115 Millionen Euro Fördergelder hätten eine Investitionssumme von 844 Millionen Euro ausgelöst – und dadurch 150 Millionen Euro an Steuern gebracht, wie eine Studie unterstreicht.
Auch die Förderung von Kleinkraftwerken, die gleichzeitig Strom und Wärme produzieren (Kraft-Wärme-Kopplung), wird vorerst eingestellt. Das bringt schlappe 33,1 Millionen, bedeutet aber eine falsche energie- und klimapolitische Weichenstellung, da durch diese dezentralen Kraftwerke große Mengen des sog. klimaschädlichen Kohlendioxids eingespart werden können.