In den nordrhein-westfälischen Großstädten liegen zehn Tage vor der Wahl die SPD-Kandidaten für die Direktwahl und die CDU-Fraktionen bei den Stadtratswahlen meist vorn. Dies ergab eine Umfrage von Infratest/dimap im Auftrag des WDR, die in elf Großstädten je 1 000 Bürger und damit repräsentativ befragte. Danach liegen SPD-Kandidaten manchmal deutlich wie in Dortmund (Ulrich Sierau mit zehn Prozent) oder Köln (Jürgen Rothers mit 14 Prozent). Häufiger sind knappe Vorsprünge wie in Bonn (Jürgen Niempsch mit 3 Prozent), Bielefeld (Peter Clausen mit 6 Prozent), Essen (Reinhard Paß mit 1 Prozent). In Aachen steht es pari, in Duisburg, Münster und Wuppertal führen die CDU-Amtsinhaber deutlich (mit Adolf Sauerland mit 16, Markus Lewe mit 7 und Peter Jung mit 30 Prozent).
Kleine Parteien legen zu
Bei den Räten dominiert dagegen klar die CDU: Sie führt in Aachen (37 zu 25 Prozent), Bonn (33 zu 28), Bielefeld (33 zu 30), in Düsseldorf (43 zu 20), Essen (36 zu 33), Münster (38 zu 25), Siegen (37 zu 26) und Wuppertal (38 zu 26 Prozent). Gleichauf liegen beide Parteien in Duisburg (je 38) und Köln (30 zu 29), in Dortmund führt die SPD mit 36 zu 32 Prozent. In der Hauptstadt Düsseldorf verliert die SPD zehn Prozent.
Zulegen können die kleineren Parteien, so werden die Grünen klar drittstärkste Kraft mit Ergebnissen von 8 (Duisbugr) bis 21 Prozent (Köln). Die FDP legt deutlich zu auf 5 (Duisburg) bis 13 Prozent (Düsseldorf) und die Linke wird im Revier stärker (Duisburg 6, Essen 8, Dortmund 7 Prozent). Lokale Parteien spielen hier und da eine Rolle wie die Bürger für Bielefeld (7 Prozent). Die rechte Pro Köln bleibt bei nur 3 Prozent hängen. Allerdings ist ein großer Teil der Befragten noch unentschieden und weiß nicht, ob er zur Wahl geht.