In der brandenburgischen Uckermark wird der neue Landrat erst am 14. März feststehen. Bei der eigentlichen Wahl am gestrigen Sonntag lieferten sich der amtierende Landrat Klemens Schmitz und der derzeitige Kreistagsvorsitzende Roland Resch (beide parteilos) ein Kopf-an-Kopf-Rennen, dass Schmitz mit 28,7 zu 28,5 Prozent von Resch für sich entschied. Der eigentliche Verlierer der Wahl war die SPD in der Uckermark: Sie hatte dem aus der SPD ausgetretenen Landrat Klemens Schmidt ihren Kreisvorsitzenden Frank Bretsch entgegengestellt, der aber mit 22,3 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen die Stichwahl verpasste. Damit ist die SPD schon vor der Stichwahl heraus aus dem Rennen um den Landratssessel.
Allerdings reichte die Gesamtstimmenanzahl für die Wahl nicht aus. Die Wahlbeteiligung lag bei 37,6 Prozent (42 000 von 111 500 Wahlberechtigten). Wer die Wahl am 14. März 2010 gewinnen will, muss neben der einfachen Mehrheit also auch mindestens 16 725 Stimmen auf seine Person vereinen. Die Uckermark ist einer von vier Brandenburger Landkreisen, in denen die Landratswahlen wegen des Nichterreichens der Quoren noch nicht erfolgreich beendet werden konnten.