Die zweitgrößte deutsche Landesbank, die BayernLB, hat sich von ihrer Tochter, der Kärntener Hypo Group Alpe Adria, losgelöst. Nach einem viertägigen Verhandlungsmarathon und für einen symbolischen Euro geht die Hypo Group in den Besitz Österreichs über. Dafür muss die BayernLB ihre Zweidrittelmehrheit an der Tochter komplett abschreiben – ein Wert von 2,3 Milliarden Euro – und verzichtet auf weitere Forderungen. Insgesamt beträgt der Verlust damit rund 3,7 Milliarden Euro. Für den BayernLB-Chef Michael Kemmer bedeutet der Deal den sofortigen Verlust des Arbeitsplatzes, für die Alpenrepublik eine Investition von rund 4,5 Milliarden Euro für eine Bank, die größtenteils in Bosnien-Herzegowina und den umgebenden Staaten operiert und deren Sturz eine Bankenkrise auf dem Balkan zur Folge gehabt hätte.
In Düsseldorf gibt es die erste Bad Bank Deutschlands. Eine Abwicklungsbank soll Risikopapiere der angeschlagenen WetLB in Höhe von 85 Milliarden Euro übernehmen. Der (gesunde) Rest der WestLB soll dann einen Zusammenschluss mit anderen Landesbanken anstreben. Bis Ende April 2010 soll die neue Bad Bank alle Portfolien der WestLB übernommen haben.