Jürgen Wayand, Wahlleiter Bremens, hat die vorläufigen Ergebnisse der Landtagswahl in Bremen verkündet. Die Feststellung des endgültigen Ergebnisses erfolgt durch die Wahlbereichsausschüsse für ihren Wahlbereich am 3. Juni 2011 und durch den Landeswahlausschuss für das Land Bremen am 6. Juni 2011.
Den vorliegenden Auswertungen zur Folge, lag die Wahlbeteiligung bei 55,9 Prozent, wobei knapp 96 Prozent der abgegebenen Stimmzettel gültig waren. Im Vorfeld wurden Befürchtungen laut, dass das neue Wahlsystem - durch die Möglichkeit des Panaschierens und Kummulierenz - zu vielen ungültigen Stimmen führen könne.
Spannender Endspurt bei der Sitzverteilung
Die SPD bleibt in Bremen stärkste Kraft: 38,6 Prozent hat sie erreicht. Die Grünen können mit 22,5 Prozent den zweiten Platz belegen. Die auf den dritten Rang zurückgefallene CDU konnte lediglich 20,3 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Die FDP hingen scheiterte sowohl in Bremen als auch in Bremerhaven an der Fünf-Prozent-Hürde.
Spannend war die Frage, wie die Linke im Wahlbereich Bremen abschneiden würde, während in Bremerhaven die Stimmen schon ausgezählt waren. Bis zum Schluss nämlich sorgten minimale Schwankungen bei der Stimmverteilung zwischen CDU und Linken für Unklarheit: Im Ergebnis ozillierte die Linke zwischen vier und fünf Sitze in der Bürgerschaft - erst ab fünf Sitzen kann eine Fraktion gebildet werden. Das vorläufige Ergebnis spricht diesen Sitz, der in den letzten Hochrechnungen mehrfach zwischen SDP, Grünen und Linken hin und her gewandert war, nun den Linken zu.