Nur rund 38 Prozent der 460 000 wahlberechtigten Düsseldorfer fanden am Sonntag den Weg an die Wahlurne. Der 48 Jahre alte langjährige CDU-Fraktionsvorsitzende Dirk Elbers setzte sich bei der Düsseldorfer OB-Wahl letztendlich deutlich gegen die von SPD und Grünen gemeinsam aufgestellte Kandidatin Karin Kortmann (SPD, MdB) durch. Die Wahl war nötig geworden, weil Amtsinhaber Joachim Erwin (CDU) im Frühjahr verstorben war.
Elbers gewann laut Westdeutscher Allgemeiner Zeitung "mit einem einfachen "Weiter so"-Wahlkampf", er wolle das Vermächtnis des verstorbenen OB Erwin fortführen. CDU-Generalsekretär Hendrik Wüst sah in dem Ergebnis eine Bestätigung für Schwarz-Gelb und einen Tiefschlag für die SPD im Land. Laut SPD-Generalsekretär Michael Groschek habe Elbers gewonnen, weil die Wähler/innen "ein Denkmal für Erwin" errichten wollten. Kortmann dankte allen Wählern, die "mir ihre Stimme gegeben haben und damit für einen notwendigen Politikwechsel in Düsseldorf gestimmt haben". Leider seien die Schätzungen, die eine geringe Wahlbeteiligung voraus gesagt haben, "auf erschreckende Art und Weise bestätigt worden". Noch vor der Wahl hatte SPD-Landesvorsitzende Hannelore Kraft Kortmann für ihren "engagierten Wahlkampf" gelobt, aber eingeräumt, die Ausgangslage sei für sie "schwierig". Im SPD-Mitgliedermagazin "vorwärts" hatte Kortmann geschrieben, "die Menschen in Düsseldorf fragen sich zwangsläufig, wofür unsere Partei eigentlich steht."