Laut Bericht des "Handelsblattes" sollen in der neuen Bank Vermögensteile ausgelagert werden, die nicht mehr zum Kerngeschäft gehören. Dazu sollen unter anderem risikoreiche Wertpapiere im Wert von 80 Milliarden Euro gehören. Im Zuge der Finanzkrise war die seit Jahren kriselnde WestLB in massive Schwierigkeit geraten und konnte nur durch eine Milliardenbürgschaft der NRW-Landesregierung gerettet werden (s. DEMO 10/2008).
Im Kerngeschäft der WestLB verbleiben sollen laut Bericht attraktive Geschäftsbereiche wie Kapitalmarkt, Mittelstandsfinanzierung und Firmenkunden. Die abgespekte Bank soll dann attraktiver für eine mögliche Fusion mit anderen Landesbanken seien. Zur Debatte steht eine Zusammenlegung mit der Dekabank und der Landesbank-Hessen-Thüringen (Helaba).
Die WestLB erhofft sich für ihr Vorhaben einen maßgeblichen finanziellen Beitrag aus dem Rettungsfonds der Bundesregeriung (Soffin). Es könne nicht sein, dass der Bund die Fusion von Commerzbank und Dresdner Bank unterstütze und die Landesbanken außen vor bleiben, so die Argumentation der WestLB.
Mit dem Vorhaben käme die WestLB auch Vorgaben seitens der EU-Kommission entgegen, die die öffentlichen Hilfen für die Bank an strenge Auflagen gebunden hatte. Dazu zählt unter anderem eine Verkleinerung und ein Wechsel des Mehrheitseigentümers. Bisherhät das Land NRW 38 Prozent an der WestLB, der Rest liegt in der Hand der Sparkassenverbände. Diese haben sich als Mehreitseigner der Landesbanken bereits darauf verständigt, dass es künftig nur noch drei statt sieben dieser Kreditinstitute geben soll.
In Süddeutschland bahnt sich unterdessen eine Fusion der Landesbank Baden-Württemberg mit der Bayern LB an. Das Vorhaben könnte in den nächsten zwölf Monaten umgesetzt werden, berichtet die Stuttgarter Zeitung.