Kommunale Akteure kennen inzwischen die Herausforderungen des demographischen Wandels, fragen sich aber häufig, wie dieses komplexe Thema ganz konkret angepackt werden soll. Oft stagnieren nach Anfangserfolgen wichtige Prozesse und ein neuer Motivationsschub ist erforderlich. Oder die Verantwortlichen machen die Erfahrung, dass „der Prophet im eigenen Land nichts gilt“. Externe Hilfe ist daher immer wieder gefragt bei diesem komplizierten Querschnittsthema.
Die Bertelsmann Stiftung bietet seit langem zu den Themen Demographie, Seniorenpolitik und Integration Workshops für Kommunen an, die im Rahmen begleitender Evaluationen ihre kommunalen Wirkungen bestätigen konnten. Ab 2012 sind aufgrund der bewährten Methodik kommunale Bildungsworkshops geplant.
Kurzfristige Evaluationen unmittelbar nach den Workshops und mittelfristige Evaluationen ab einem Jahr nach Durchführung der Workshops zeigen die hohe Qualität und die nachhaltigen Wirkungen, die von einigen Landesministerien gefördert werden.
Ziele und Zielgruppen der Workshops
Durch die Workshops sollen die kommunalen Akteure und Entscheider aus Politik, Verwaltung und Bürgerschaft
Die Workshops sind so konzipiert, dass kommunale Akteure Herausforderungen und Ziele gemeinsam erarbeiten. „Diese Vorgehensweise und unsere qualifizierten Moderatoren sichern eine größtmögliche Motivation der Akteure sowie eine nachhaltige Wirkung“, so Dr. Kirsten Witte, Leiterin des Programms LebensWerte Kommuneder Bertelsmann Stiftung.
Speziell geschulte Moderatoren mit umfangreichen kommunalpolitischen Erfahrungen führen die Workshops vor Ort durch. Die Workshops werden in einem Vorgespräch auf die individuellen Bedürfnisse der Kommune abgestimmt und dauern bis zu drei Tagen, wobei zwischen den Workshops ein Zeitabstand von mehreren Wochen liegen kann.
Nutzen für Kommunen
Bereits im Verlauf der Workshops erfolgt eine Verständigung mit allen Beteiligten darüber, wie sich die Kommune angesichts der anstehenden Herausforderungen weiterentwickeln soll. Zusätzlich erfolgt die Aktivierung weiterer Akteure für Beteiligungsprozesse und eine Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements.
Schließlich werden die erarbeiteten Leitziele, Projekte und Maßnahmen schriftlich fixiert. Die Chancen auf Realisierung nachhaltiger Maßnahmen werden deutlich erhöht durch Festlegung von Verantwortlichkeiten und durch die kommunale Verpflichtung, dass die erzielten Ergebnisse (Ziele, Maßnahmen, Ressourcen) dokumentiert und dem zuständigen politischen Entscheidungsorgan zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden.
Teilnehmerhandbücher vertiefen die Workshop-Erfahrungen. Die Bertelsmann Stiftung organisiert jährliche Netzwerktreffen, in denen sich die Workshopkommunen austauschen und gegenseitig motivieren, um die Nachhaltigkeit der Maßnahmen zu sichern.
Außerdem kontaktiert die Bertelsmann Stiftung ein Jahr nach den Workshops nochmals die zuständigen Akteure, um die nachhaltigen Wirkungen einzuschätzen und weiteren kommunalen Hilfebedarf zu erheben.
Kosten
Die Bertelsmann Stiftung ist gemeinnützig und berechnet lediglich eine Schutzgebühr in Höhe von je zehn Euro für die notwendigen Teilnehmerhandbücher. Die von der Stiftung qualifizierten Moderatorinnen und Moderatoren berechnen Tagessätze von jeweils 1200 Euro pro Workshoptag bzw. 600 Euro für ein Vorgespräch. Die Gesamtkosten für die Kommune hängen von den individuellen Herausforderungen und dem Thema ab und liegen zwischen 1800 und 6000 Euro.
Kontakt
Demographie und Seniorenpolitik: Wolfgang Wähnke,
Tel.: 05241 8181155 oder wolfgang.waehnke@bertelsmann-stiftung.de
Integration: Claudia Walther
Tel.: 05241 8181360 oder claudia.walther@bertelsmann-stiftung.de