Oberbürgermeisterwahlen in Mainz

Mainz: Michael Ebling bleibt Rathauschef

Karin Billanitsch11. November 2019
Der Karnevalsbrunnen in Mainz. Michael Ebling bleibt Oberbürgermeister in der Landeshauptstadt.
Mainz hat seinen Oberbürgermeister gewählt: Michael Ebling gewinnt die Stichwahl gegen Nino Haase.

Am 11.11. gibt es in den Karnevals-Hochburgen wie Köln, Düsseldorf oder Mainz den Beginn der närrischen Zeit zu feiern: Pünktlich um 11 Uhr 11 starten die Fastnachter und Karnevalisten mit der Party. Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling war am heutigen Montag dabei, als traditionell vom Balkon des Osteiner Hofes am Schillerplatz ein dreifaches Helau zu den Klängen des Narrhallamarsch erklang.

Michael Ebling. Foto: Alexander Heimann / SGK

Ebling hatte noch einen guten Grund zu feiern:  Er siegte am Sonntag, den 10.11. bei der Stichwahl zum Amt des Oberbürgermeisters. Glückwünsche kamen von Malu Dreyer aus Berlin, die sich sehr über seinen Sieg freue und dem Oberbürgermeister gratulierte. „Richtig arbeiten werde er erst am Dienstag“ sagte er dem SWR am Wahlabend, den Beginn der fünften Jahreszeit schon im Blick.

Dank an die Wählerinnen und Wähler

Michael Ebling konnte sich gegen den parteilosen Herausforderer Nino Haase durchsetzen und errang 55,2 Prozent der Stimmen. Auf Facebook bedankte Ebling den Wählerinnen und Wähler für ihre Unterstützung und für intensive Wochen in der ganzen Stadt. Er freue mich von Herzen auf die nächsten Jahre, so Ebling. Haase sagte nach der Wahl, es sei ein ganz starker Kampf gegen einen gewachsenen Gegner gewesen, den er da verloren habe.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hatte den Oberbürgermeister im Wahlkampf kräftig unterstützt: „Es hat sich ganz viel entwickelt in dieser Stadt“, sagte die rheinlandpfälzische Ministerpräsidentin. Ebling habe sich eingesetzt für mehr bezahlbaren Wohnraum, die Wirtschaft entwickele sich blendend, es sei eine Stadt für junge Gründer, Familien und Studierende.

Schwerpunkte Wohnen, Wirtschaft, Nachhaltigkeit 

Ebling hatte sich kämpferisch gezeigt. Er setzte auf die Themen wirtschaftlicher Erfolg, Ökologie und Nachhaltigkeit. Bezahlbarer Wohnraum spielte eine wichtige Rolle. Zuletzt hatte er das neue Wohnbaukonzept „Wohnen in Mainz 2020“ vorgestellt. Auch kündigte er Medienberichten zufolge an, eine Satzung gegen Zweckentfremdung von Wohnraum auf den Weg bringen zu wollen. Er hat auch die Entwicklung eines neuen Stadtteils vorgeschlagen.

Zudem möchte er Mainz gemeinsam mit Wiesbaden zu einer Modellregion in Sachen ÖPNV machen. In seine Amtszeit fällt der Ausbau der „Mainzelbahn“. Insbesondere will der OB die E-Mobilität in der Stadt ausbauen: Bereits in zwei Jahren wird der Anteil des elektrifizierten ÖPNV in Mainz bei 45 Prozent liegen, dabei sei hier noch Luft nach oben, so Ebling.

Seit 2012 im Amt

Ebling regiert die Stadt Mainz schon seit dem Jahr 2012; Seit 2016 ist er außerdem ehrenamtlicher Präsident des Verbands Kommunaler Unternehmen. 1967 in Mainz-Mombach geboren, trat er bereits 1983 in die SPD ein. Seit 2013 in er stellvertretender Vorsitzender der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik.

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