Wahlen in Sachsen

Pallas verpasst den zweiten Platz in Dresden knapp

Carl-Friedrich Höck13. Juni 2022
In vielen sächsischen Städten und Landkreisen wurde am Sonntag gewählt. Die SPD konnte im ersten Wahlgang keinen Sieg einfahren. In Dresden endete für den Sozialdemokraten Albrecht Pallas das Rennen um den Rathaussessel – er hofft aber weiterhin auf einen Politikwechsel.

Sachsen bleibt für die SPD schwieriges Terrain. Das zeigen die Ergebnisse der Direktwahlen vom vergangenen Sonntag. In 24 Städten wurden die Oberbürgermeister*innen neu gewählt. Nur in sieben dieser Städte stellte sich überhaupt ein SPD-Mitglied zur Wahl. Keiner dieser Kandidatinnen und Kandidaten konnte sich im ersten Wahlgang durchsetzen.

Pallas auf Rang 3

In Dresden musste der Sozialdemokrat Albrecht Pallas seine Hoffnung auf das OB-Amt vorerst begraben. Mit 15,2 Prozent erreichte er immerhin einen respektablen dritten Platz. Amtsinhaber Dirk Hilbert (FDP, unterstützt vom Verein „Unabhängige Bürger für Dresden“) erhielt mit 32,5 Prozent die meisten Stimmen. Platz zwei sicherte sich Eva Jähnigen von den Grünen mit 18,9 Prozent.

Im zweiten Wahlgang dürfen zwar alle Kandidierenden erneut antreten. Pallas hatte jedoch mit den Mitbewerber*innen von Grünen und Linken die Absprache getroffen, dass in der zweiten Runde nur die Person kandidieren soll, die in der ersten Runde die meisten Stimmen bekommen hat. Noch am Wahlabend erklärte Pallas seine Unterstützung für Jähnigen. „Wenn man sich das Gesamtergebnisse anschaut, gibt es die realistische Chance, gemeinsam für einen Politikwechsel im Rathaus zu sorgen“, schrieb er auf Twitter. Dieser Wechsel sei bitter nötig, damit Dresden nicht weiter zurückfalle. Im zweiten Wahlgang genügt eine einfache Stimmenmehrheit für den Sieg.

Drei SPD-OBs scheiden aus dem Amt

Von den 24 Städten, in denen am Sonntag OB-Wahlen stattfanden, stellt die SPD bisher in dreien den Oberbürgermeister. In Bautzen unterlag der sozialdemokratische Amtsinhaber Alexander Ahrens bereits im ersten Wahlgang Karsten Vogt von der CDU, der sich mit knapp 54 Prozent das Rathaus sicherte. Zwei weitere SPD-OBs waren gar nicht wieder angetreten: Gerhard Lemm in Radeberg und Jörg Röglin in Wurzen. In beiden Städten wird erst nach dem zweiten Wahlgang feststehen, wer diese künftig politisch führen wird.

In neun sächsischen Landkreisen wurden auch neue Landrät*innen gewählt. Alle neun werden bisher von der CDU regiert. In keinem der Landkreise kam ein SPD-Mitglied über 13 Prozent der Stimmenanteile hinaus. Drei Kreise konnten die Christdemokraten direkt wieder gewinnen, in den sechs weiteren fällt die Entscheidung im zweiten Wahlgang.

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