Preisverleihung

Region Hannover gewinnt „Gender Award“

DEMO - Redaktion11. Juni 2018
Gender Awards 2016
Begehrter Preis: Das Foto zeigt die im Jahr 2016 verliehenen „Gender Awards”. Nun ging der erste Platz an die Region Hannover.
Für ihre gleichstellungspolitischen Bemühungen sind drei Kommunen mit einem „Gender Award“ ausgezeichnet worden: die Region Hannover, Frankfurt am Main und Düsseldorf. Sie legten mit ihrer Arbeit die Grundlage dafür, „dass Kommunalpolitik nicht mehr nur von Männern für Männer gemacht wird“, lobte Bundesministerin Franziska Giffey.

Zum zweiten Mal hat die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsbeauftragten am Dienstag die sogenannten „Gender Awards“ verliehen. Der Preis soll strategische Konzepte würdigen, mit denen Kommunen die Gleichstellung zwischen Frauen und Männern vorantreiben. In diesem Jahr wurden gleich drei SPD-regierte Kommunen ausgezeichnet.

Lob für gute Strukturen

Der erste Preis ging an die Region Hannover. Sie habe eine „hervorragende Struktur für Gleichstellungsarbeit“ aufgebaut, teilt die BAG mit und verweist auf die regelmäßigen Treffen der Gleichstellungsbeauftragten der Region. Auch tue die Region besonders viel für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder Pflege. Die Region habe Angebote zum mobilen Arbeiten geschaffen, fördere eine aktive Übernahme von Sorgearbeit durch Väter, ermögliche das „Führen in Teilzeit“ und habe eine eigene Kinderbetreuung geschaffen, lobt die BAG. Hervorzuheben sei auch eine Schulung für neue Führungskräfte zum Thema psychische Belastungen am Arbeitsplatz. Eine Gender-Koordinationsstelle trage dazu bei, dass bei allen Vorhaben die Auswirkungen auf Frauen und Männer berücksichtigt würden.

Mit dem zweiten Preis wurde Frankfurt am Main ausgezeichnet. Auch die hessische Metropole hat die Jury mit den guten Strukturen der Gleichstellungsarbeit überzeugt. Die Stadt verfügt über ein internes Gleichstellungsbüro und ein externes Frauenreferat sowie eine Gleichstellungsbeauftragte in den Eigenbetrieben und der Branddirektion. Für die Gleichstellung wende die Stadt hohe personelle und finanzielle Ressourcen auf, betont die BAG. Zudem habe die Stadt geschlechtsspezifische Daten zur Arbeitsmarktsituation von Frauen erhoben und Kampagnen umgesetzt, um eine breite Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam zu machen.

Giffey: Kommunen ermöglichen passgenauer Unterstützung

Preis Nummer drei ging an die Stadt Düsseldorf. Die Jury begründete dies unter anderem mit dem Gleichstellungsausschuss, einen Aktionsplan der Stadt sowie den jährlichen Zielvereinbarungen mit dem Oberbürgermeister und der Stadtverwaltung zum Thema Gleichstellung. Darüber hinaus erstelle die Stadt einen Bericht zur Lebenssituation von Frauen, an dem sich Fortschritte ablesen lassen.

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – Franziska Giffey – war Schirmherrin der Preisverleihung. Sie sagte in einer Rede: „Mit ihrer vorbildlichen Gleichstellungsarbeit legen die Kommunen die Grundlage dafür, dass Kommunalpolitik nicht mehr nur von Männern für Männer gemacht wird, sondern dass Kommunalpolitik als gemeinsame Aufgabe aller begriffen wird. Denn nirgendwo sonst kann Politik Männer und Frauen so passgenau unterstützen, wie in den Kommunen.”

 

Mehr Informationen
Auf frauenbeauftragte.org sind die Laudatien sowie die Begründung der Jury veröffentlicht.

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