E-Mobilität

Zusätzliche Förderung für E-Busse

Karin Billanitsch04. März 2019
Ein Elektrobus der Berliner Verkehrsbetriebe, aufgenommen bei einem Ladevorgang an einer Ladestation. Das Bundesumweltministerium stellt zusätzlich Geld für Städte bereit, die in E-Busse investieren wollen, um für saubere Luft und mehr Klimaschutz zu sorgen.
Das Bundesumweltministerium stellt mehr Geld für die Anschaffung von Elektrobussen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bereit.

Das Bundesumweltministerium stellt zusätzlich 180 Millionen Euro für die Anschaffung von Elektrobussen im ÖPNV in Städten bereit, die den Jahresmittelgrenzwert für Stickstoffdioxid überschreiten. Durch weitere Mittel können zudem auch Verkehrsunternehmen aus anderen Städten gefördert werden. Damit stehen jetzt für die Jahre bis 2022 insgesamt rund 300 Millionen Euro zur Verfügung, teilte das Ministerium heute in Berlin mit.

Schulze: „Resonanz auf unsere Förderung war sehr groß“

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Immer mehr Städte wollen Elektrobusse im regulären Linienbetrieb einsetzen, um für saubere Luft, weniger Lärm und mehr Klimaschutz zu sorgen. Die Resonanz auf unsere Förderung war daher sehr groß. Ich freue mich, dass wir mit der Aufstockung unseres Förderprogramms jetzt noch mehr Städte bei ihren Bemühungen unterstützen können."

Laut Schätzungen des Ministriums kann der derzeitige Bestand an Elektrobussen kann mit den Mitteln des Programms voraussichtlich mindestens verfünffacht werden. Bisher seien elf Projekte in den Städten Aachen, Berlin, Bochum/Gelsenkirchen, Darmstadt, Duisburg, Hannover, Kiel, Leipzig, Offenbach am Main, Osnabrück und Wiesbaden  zur Förderung ausgewählt worden. Das Ministerium fördert bis zu 80 Prozent der Investitionsmehrkosten.

Antragsfrist-Frist bis zum 30. April

Die Aufstockung der Mittel war zuvor durch die EU-Kommission genehmigt worden. Nun hat ein neues Auswahlverfahren für die Vergabe der zusätzlichen Fördermittel begonnen. Projektskizzen können noch bis zum 30. April 2019 online beim Projektträger VDI-VDE-IT eingereicht werden. Gefördert werden Projekte, in denen mehr als fünf Busse beschafft werden, sowie Verbundvorhaben. Von den Mehrkosten, die bei Batteriebussen gegenüber Dieselbussen anfallen, werden bis zu 80 Prozent durch den Bund übernommen. Von den entsprechenden Mehrkosten bei der Anschaffung von Plug-In-Hybrid-Bussen sowie den Kosten für die Ladeinfrastruktur und weiteren Aufwendungen (zum Beispiel Schulungen für Mitarbeiter, Werkstatteinrichtungen) werden 40 Prozent vom Bund getragen, heißt es weiter in der Mitteilung.

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