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Digitalministerium arbeitet an „Deutschland-App“ für Verwaltungen

10. April 2026 15:53:52

Anträge stellen oder Termine bei Behörden buchen, das soll für Bürger*innen einfacher werden. Deshalb hat das Bundesdigitalministerium die Telekom und SAP beauftragt, eine App zu entwickeln. Bald wird sie in Kommunen getestet.

Logo des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung, davor der Kopf von Karsten Wildberger

Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung, geleitet von Karsten Wildberger, plant eine zentrale Verwaltungs-App.

Eine neue App soll künftig einen zentralen Zugang zu staatliche Leistungen bieten. Ein Sprecher des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) bestätigt gegenüber der DEMO entsprechende Medienberichte.

„Wir möchten das Leben der Bürgerinnen und Bürger einfacher machen und die Verwaltung effizienter, schneller und serviceorientierter gestalten – mit weniger Bürokratie, kürzeren Bearbeitungszeiten und einer zentralen Anlaufstelle für Verwaltungsleistungen – alles aus einer Hand, digital und jederzeit zugänglich“, teilt der Sprecher mit. Dazu entwickele das Ministerium eine KI-gestützte Verwaltungsplattform, zu der auch eine App gehöre.

Prototyp für Verwaltungs-App bald fertig

Umgesetzt wird das Vorhaben von der Telekom-Sparte „T-Systems“ und dem Softwareunternehmen SAP. Gemeinsam mit dem Digitalministerium entwickeln sie einen Prototyp. Laut einem Bericht des Handelsblattes soll dieser noch im April vorgelegt werden. Anschließend wird sie in mehreren Kommunen getestet, darunter Hamburg, Dresden, Nürnberg und Wiesbaden. Auch die Bundesagentur für Arbeit wird den Prototyp ausprobieren.

„Im Fokus steht ein zeitnaher Nachweis der technischen Machbarkeit“, erklärt das Digitalministerium. Der Prototyp sei als modulare und offene Plattform konzipiert. Für eine zeitlich begrenzte Initialphase nutze das Ministerium bestehende Rahmenverträge. „Im nächsten Schritt wird eine offene Ausschreibung durchgeführt, bei der sich alle Marktteilnehmer für die Entwicklung und den Betrieb der Plattform und der App bewerben können.“

Was die Deutschland-App den Bürger*innen bringt

Wie das Handelsblatt berichtet, sollen Bürger*innen die Verwaltungsplattform nutzen können, um Anträge zu stellen, Termine zu buchen, ihre Identität zu verifizieren oder Informationen abzurufen. Intern werde die geplante App als „Deutschland-App“ bezeichnet. Ein offizieller Name steht bisher noch nicht fest.

Autor*in
Porträtfoto Mann mit Brille und dunkelblonden Haaren
Carl-Friedrich Höck

ist Leitender Redakteur der DEMO. Er hat „Public History” studiert.

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