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Wie Bottrop auf Kreislaufwirtschaft setzt

22. Dezember 2025 08:51:00

Für die zirkuläre Wirtschaft engagiert sich die Stadt Bottrop schon seit Jahren. Die Wirtschaftsförderung hat nun ein Strategiepapier „Kreislaufstadt Bottrop 2025“ vorgelegt. 

Matthias Buschfeld bei einer Veranstaltung zum Thema Nachhaltigkeit in Bottrop

Oberbürgermeister Matthias Buschfeld will Ressourcen stärker schonen und Wissen zur Kreislaufwirtschaft vermitteln.

Die „Bottrop CEntrale” ist an diesem Abend Anfang November gut frequentiert. Die Besucherinnen und Besucher sind auf Einladung der Kommune in das Ladenlokal gekommen, um sich über das Thema Kreislaufwirtschaft zu informieren. 

„Mitten in unserer Stadt wird Zukunft erlebbar. Bürgerinnen und Bürger, Start-ups, Betriebe und Forschung kommen zusammen, um ganz praktisch zu zeigen, wie Kreislaufwirtschaft im Alltag funktioniert“, sagt Oberbürgermeister Matthias Buschfeld (SPD) während des „Auftaktforums”, mit dem die neue Anlaufstelle erstmals einem breiten Publikum vorgestellt wird.

Bottrop: Seit 2022 Hotspot der Kreislaufwirtschaft 

Für das Thema Kreislaufwirtschaft („Circular Economy”) engagiert sich die Stadt Bottrop schon seit längerem: 2022 wurde in der nordrhein-westfälischen Stadt der „Circular Economy Hotspot” ausgerichtet, ein internationales Gipfeltreffen von Fachleuten zum Thema Zirkulärwirtschaft. Die Wirtschaftsförderung hat nun federführend ein strategisches Positionierungspapier mit dem Titel „Kreislaufstadt Bottrop 2025“ erstellt. 

Beim Planen, Bauen und Sanieren soll auf effiziente Verwendung von Ressourcen und nachhaltige Materialien geachtet werden. Ein weiteres Augenmerk liegt auf verbesserten Abfalltrennungssystemen und geringeren Abfallmengen. Ein zentrales Projekt in diesem Rahmen ist „Bottrop.gemeinsam.zirkulär“, das mit rund 16 Millionen Euro aus NRW- und EU-Fonds gefördert wird und nach Angaben der Stadt auf Bürgerbeteiligung, lokale Unternehmen und Wissenschaftspartnerschaften setzt. Außerdem hat sich die Kommune der „Circular Cities Declaration” europäischer Städte angeschlossen.

Bottrop: Vorreiter bei der Schonung von Ressourcen

Bottrop sieht sich dank dieser Aktivitäten als Vorreiter in diesem Bereich:„Es ist ein gemeinsames Versprechen: Wir wollen Ressourcen schonen, Abfälle vermeiden, Wissen teilen und Verantwortung übernehmen“, sagte Buschfeld zu den Besuchern, die zur öffentlichen Vorstellung der „Bottrop CEntrale” gekommen waren. 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durften bereits erste Ideen und Vorschläge einbringen, um die Kreislaufwirtschaft der Stadt zu stärken. Der Laden soll zum „Treffpunkt für Workshops, Reparaturaktionen und Lernangebote“ werden, heißt es. Man hofft darauf, als Modellkommune im Sinne einer ressourcenschonenden, zirkulären Wirtschaft auch widerstandsfähiger gegen Krisen zu werden.

Autor*in
Karin Billanitsch

ist Redakteurin beim vorwärts-Verlag und schreibt für die DEMO – Das sozialdemokratische Magazin für Kommunalpolitik.

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